Rechtsanwalt für
Erbrecht

REINDERS & DR. LYMPERIDIS

In unserer Fachanwaltskanzlei für Familienrecht in Wiesbaden beraten und vertreten wir Sie als erfahrene Rechtsanwälte und Notare auch in allen anwaltlichen Angelegenheiten im Erbrecht.

Gerne bieten wir Ihnen eine umfassende Analyse der Rechtslage im Rahmen einer unverbindlichen Erstberatung an und zeigen Ihnen die beste Strategie zur weiteren Vorgehensweise sowie die damit verbundenen Kosten auf.

Vorsorge durch Testament, Erbvertrag oder Vorsorge­­vollmacht

Niemand beschäftigt sich gerne mit dem eigenen Tod. Eine vernünftige Vorsorge kann jedoch auch hier den überlebenden Partner und die sonstigen Familienangehörigen für bösen Überraschungen oder teuren anwaltlichen Auseinandersetzungen nach dem Todesfall bewahren.

Vor der Errichtung eines privatschriftlichen oder notariellen Testaments oder Erbvertrages sollte daher zunächst die gesetzliche Erbfolge geprüft werden. So ist den meisten kinderlosen Ehepaaren nicht bewusst, dass beim Tod eines Ehepartners auch die Eltern des Verstorbenen erb- und pflichtteilsberechtigt sind und der überlebende Ehegatte nicht automatisch Alleineigentümer der gemeinsam bewohnten Immobilie wird. Gleiches gilt bei vorhandenen gemeinsamen oder außerehelichen Kindern des Erblassers.

Auch wenn die gesetzliche Erbfolge grundsätzlich beibehalten werden soll, macht die Errichtung eines Testaments grundsätzlich für Patchwork-Familien, nichteheliche Lebensgemeinschaften, Geschiedene, behinderte oder überschuldete Kinder als Erben („Behindertentestament“) sowie bei komplexen Vermögensstrukturen mit Gesellschaftsbeteiligungen oder Vermögen im Ausland Sinn.

Damit der eigene Ehegatte oder ein anderer Familienangehöriger nach dem Tod handlungsfähig bleibt, empfiehlt sich zudem zu Lebzeiten die Errichtung einer postmortalen Vollmacht oder entsprechenden Vorsorgevollmacht.

Gerne erörtere wir mit Ihnen in einem persönlichen Beratungsgespräch die für Sie richtige Nachlassplanung für den Fall Ihres Tod!

Vorsorge durch lebzeitige Schenkung und Übertragung im Wege vorweg­genommener Erbfolge

Zur Auseinandersetzung des Vermögens sowie insbesondere auch unter steuerrechtlichen Gesichtspunkten kann neben oder in Kombination mit einem Testament auch die Übertragung von einzelnen Vermögensgegenständen wie z.B. die Schenkung einer Immobilie an ein Kind unter Vorbehalt eines Wohnrechts schon zu Lebzeiten sinnvoll sein.

Als erfahrene Rechtsanwälte und Notare stellen wir Ihnen gerne in einem ausführlichen Beratungstermin die möglichen Varianten, deren Vor- und Nachteile und zu beachtende Fristen nebst den damit verbundenen Kosten dar.

Der Erbe nach dem Erbfall: Erbschein, Anfechtung, Ausschlagung & Co.

Nach einem Erbfall ist zunächst festzustellen, ob und welche Erben aufgrund gesetzlicher Erbfolge oder Testament vorhanden sind. Hierzu klären wir für Sie u.a. mit dem zuständigen Nachlassgericht / Zentralen Testamentsregister, ob ein Testament vorhanden bzw. bereits eröffnet ist.

Sollte ein (gemeinschaftliches) Testament oder ein Erbvertrag vorhanden sein, prüfen wir für Sie dessen Wirksamkeit und mögliche Anfechtungsgründe. Sollte der Verstorbene hohe Schulden hinterlassen, berate wir Sie eingehend im Hinblick auf mögliche Schutzmaßnahmen zur Haftungsbegrenzung, damit Sie nicht mit Ihrem eigenen Vermögen für einen im Ergebnis überschuldeten Nachlass haften.

Soweit noch unklar sein sollte, welche Vermögensgegenstände oder Schulden zum Nachlass gehören mache ich entsprechende Ansprüche auf Auskunft oder Erstellung eines Nachlassverzeichnisses für Sie geltend und setze diese vor Gericht durch.

Zum Nachweis Ihrer Erbenstellung kümmeren wir uns für Sie darum beim Nachlassgericht einen Erbschein zu beantragen. Bei einer Erbengemeinschaft unterstützen wir Sie bei der Auseinandersetzung des Nachlassvermögens und versuche Ihre Vorstellungen durch geschickte Verhandlungen mit den anderen Miterben möglichst außergerichtlich in einem verbindlichen Vergleich durchzusetzen.

Der Pflichtteils­berechtigte nach dem Erbfall: Auskunft und Pflichtteils­anspruch

Nach dem Tod des Erblassers kann dessen Ehegatte oder dessen Eltern, Kinder und sonstige Abkömmlinge unter bestimmten Umständen Pflichtteilsansprüche gegenüber den gesetzlichen oder testamentarischen Erben geltend machen.

Als erfahrene Rechtsanwälte und Notare beraten wir Sie gerne umfassend im Hinblick auf die effektivste Strategie bei der Geltendmachung und Abwehr von Pflichtteilsansprüchen, verhandeln diese zur Vermeidung von teuren Gerichtsverfahren möglichst außergerichtlich mit der Gegenseite und entwerfen dann nach dem Erzielen einer Einigung eine verbindliche Vergleichsvereinbarung für Sie.

Wenden Sie sich gerne mit Ihrem Anliegen unverbindlich an unsere Kanzlei.
Wir freuen uns auf Ihre Anfrage, vielen Dank.

Internationales Erbrecht

Alle Erbfälle in Deutschland richten sich seit dem 16.08.2014 nach der Europäischen Erbrechtsverordnung (EuErbVO), welche in fast allen EU-Mitgliedstaaten anwendbar ist.

Unabhängig von der Staatsangehörigkeit richtet sich das anwendbare Erbrecht nunmehr ausschließlich nach dem Recht am Ort des gewöhnlichen Aufenthalts. Alle in Deutschland lebenden Ausländer werden somit nach deutschem Erbrecht beerbt. Ebenso alle deutschen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in einem anderen Mitgliedstaat nach dortigem Recht.

Deutsche Staatsangehörige, die beabsichtigen ins Ausland zu ziehen, bzw. in Deutschland lebende Personen mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit, sollten daher bei Errichtung einer Verfügung von Todes wegen immer eine Rechtswahl in Betracht ziehen.

Ferner ist nunmehr neben dem deutschen Erbschein auch die Beantragung eines europäischen Erbscheins zur Vorlage im Ausland möglich. Zu Einzelheiten des internationalen Erbrechts sowie dem ggf. anwendbaren ausländischen Recht beraten wir Sie gerne im Rahmen der vorsorgenden Nachlassplanung oder der Erbauseinandersetzung nach einem Erbfall mit internationalen Bezügen.

Anwaltsgebühren und sonstige Kosten

Die im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) geregelten Gebühren bei der Beratung und Vertretung durch einen Anwalt richten sich grundsätzlich nach dem Wert der Angelegenheit. Die Kosten der anwaltlichen Beratung bei der Erstellung eines Testaments hängen beispielsweise vom Vermögen des Erblassers ab.

Je nach Umfang und Schwierigkeit der Angelegenheit kann auch eine von den gesetzlichen Anwaltsgebühren abweichende Honorarvereinbarung mit einem Pauschalhonorar oder Stundensatz für Ihre Erbsache vereinbart werden.

Bei schwachen Einkommensverhältnissen besteht zudem die Möglichkeit Beratungshilfe oder Verfahrenskostenhilfe in Anspruch zu nehmen. Die eigenen Anwaltskosten sowie etwaige Gerichtsgebühren trägt dann die Staatskasse.

Allgemeine Informationen zum Thema Anwaltsgebühren finden sie hier.

Über die voraussichtlichen Kosten in Ihrem konkreten Fall erteilt Ihnen Frau Delia Reinders und Dr. Ioannis Lymperidis gerne vorab Auskunft. Informieren Sie sich einfach durch eine unverbindliche Anfrage per Email oder Telefon!